Test

Andacht für den August

Sommerzeit ist Festivalzeit.

Vollkommen egal ob man selber ein Festivaljäger ist und von einer auf die nächste Party rennt oder man sich ein Festival zum Highlight des Jahres aussucht oder man nur die Plakate sieht und entscheidet, dass diese Party ohne einen stattfinden wird: Man kommt nicht drum herum um
Wacken, Deichbrand, Summerbreeze und wie sie alle heißen.


Die Motivation dafür ist ganz vielseitig. Vielleicht spielt die Lieblingsband, vielleicht gehen die Freunde dort hin und so kann man gemeinsam Zeit verbringen. Insgesamt bieten Festivals zahlreiche Möglichkeiten das Leben zu feiern. Und ich finde es wundervoll, dass wir diese
Möglichkeiten haben.

Und der ‚Billy-Boy‘ Truck auf dem ‚Deichbrand‘ ist ein weiterer Beweis wie
vielseitig so ein Festival sein kann.

Festivals sind für mich lebensbejahende Feiern von deren Qualität sich so mancher sonntäglicher Gottesdienst eine Scheibe abschneiden kann.
Doch Festivals zeichnen das ganze Leben ab. Gerade dann, wenn viele Menschen in euphorischer Stimmung sind können sich einige davon nicht anstecken lassen; und sie fallen in ein Loch aus dem sie alleine nicht mehr rauskommen.

Hilfe, durch gegenseitige Rücksichtnahme, ist hier ein Stichwort mit dem sich jedes Fest in besserer Gemeinschaft feiern lässt. Und zum Großteil klappt das auch auf solchen Massenveranstaltungen. Darin erkenne ich das Wirken des Heiligen Geistes unter uns Menschen!

Dass Festivals wirklich das ganze Leben abbilden können musste dieses Jahr leider auch auf dem ‚Deichbrand‘ festgestellt werden. Eine junge Festivalbesucherin wurde von ihren Freunden tot im
Zelt gefunden. Ein unvorstellbarer Schock!

Hier wird die Ohnmacht spürbar; die Sinnlosigkeit dieses Unglücks lässt sich nicht bemessen. Damit fertig zu werden und damit leben zu können ist eine schwere Aufgabe.

Es bleibt uns in dieser Situation die Klage, die wir Gott mit voller Wucht entgegen schmettern können.
Es bleibt uns die Bitte an Gott, dass er bei den Hinterbliebenen ist, ihnen wahren Trost spendet und die Verstorbene bei sich aufnimmt.


Und es bleibt uns die Gemeinschaft, als Zeichen, dass jeder Mensch mit seinem Schmerz nicht alleine ist.
Nicht, dass dadurch alles einfach wieder gut wird. Schmerz und Trauer werden lange bleiben, doch im Vertrauen in einander und auf Gott kann jeder Mensch seinen Umgang damit finden.

Ich danke jedem Menschen der in dieser Lebenslage für die Angehörigen da war und weiter ist!

Amen.

~Maximilian Chmielewski, Vikar in Bülkau

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